Ölfördermaximum
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Mit “Ölfördermaximum” oder auch “Peak Oil” wird der Zeitpunkt bezeichnet, ab dem die Förderleistung von Ölquellen nicht mehr weiter gesteigert werden kann.
Der Grund: Die Öl-Förderung erfolgt nach einer sogenannten “Glockenkurve”, die nach dem Erreichen des Höhepunktes immer steiler abfällt (vgl. Grafik rechts).
Nach Meinung vieler Geologen und Wissenschaftler ist heute das globale Ölfördermaximum erreicht bzw. überschritten, wodurch die weltweite Ölförderung von Jahr zu Jahr abnimmt und die Phase des teuren und zunehmend knappen Öls begonnen hat!
Mittlerweile gibt es auch zunehmend deutliche Veröffentlichungen von großen und angesehenen Institutionen wie z. B. der Internationalen Energieagentur (IEA), der U.S. Energy Information Administration (EIA) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die kaum einen Zweifel an der Dramatik des Peak-Oil Problems lassen. Selbst die internationalen Streitkräfte thematisieren in ihren Studien die Verknappung von Erdöl um auf entsprechende nationale Sicherheitsbedrohungen hinzuweisen.
Sinkende Fördermengen und die zunehmende Ausbeutung unkonventioneller Öl-Ressourcen führt zu einer weiteren Beschleunigung der Verknappung (vgl. Menüpunkt “Abnahme der Fördermenge beschleunigt sich” oben)!
Peak Oil bei den großen Ölfeldern
Hier eine Tabelle mit Angabe des Peak Oil:
| Name/ Lage | Tagesproduktion in Mio Barrel ca. | Entdeckung ca. | Peak Oil vermutlich seit | Eigentümer |
|---|---|---|---|---|
| Ghawar/ Saudi Arabien | Aramco | |||
| Cantarell-Ölfeld/ Mexiko | Petróleos Mexicanos (PEMEX) | |||
| Burgan/Kuwait | Kuwait Oil Company | |||
| Daquing/ China | PetroChina Company Limited | |||
| Rumaila/ Irak | South Oil Company | |||
| Kirkuk/ Irak | North Oil Company | |||
| Shaybah/ Saudi Arabien | Aramco | |||
| Shengli/ China | Shengli Petroleum | |||
| Abqaig/ Saudi Arabien | Aramco | |||
| Prudhoe Bay/ Alaska | BP Alaska |
Verknappung bereits in Kürze
Die dramatische Verknappung von Erdöl ist keine “Zukunftsmusik”.
Bereits vor einem Jahr wurde eine Grafik der U.S. Energy Information Administration (EIA) veröffentlicht, die ein signifikantes Ungleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage an Erdöl darstellt (zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken).
Abnahme der Fördermenge beschleunigt sich
In einer Phase rückläufiger Ölförderung wirken sich zusätzlich belastende Faktoren aus, die den Prozeß noch beschleunigen wie z. B.:
- Sinkende Netto-Energie
- Lieferfähigkeit der Ölförderländer sinkt
Sinkende Netto-Energie
Um Erdöl zu fördern muß Erdöl eingesetzt werden. Der Begriff “Netto-Energie” bezeichnet das Verhältnis von aufgewendeter zu gewonnener Energie. Seit Beginn der industriellen Erdölförderung verschlechterte sich dieses Verhältnis zunehmend.
Heute sind etwa 11 Barrel Erdöl nötig um 100 Barrel zu fördern. Wegen der wachsenden Bedeutung von unkonventionellen Ölvorkommen wie Ölsande und Tiefseeöl wird dieses Verhältnis immer ungünstiger!
Lieferfähigkeit der Ölförderländer sinkt
Bereits in den 70er Jahren erreichte das frühere Ölförderland USA sein Ölfördermaximum. Ab diesem Zeitpunkt ging die Lieferfähigkeit des US-Erdöls immer mehr zurück und heute sind die USA bekanntlich der größte Erdöl-Importeur!
Auch Indonesien - früher ein bedeutendes Ölförderland mußte kürzlich seine Mitgliedschaft in der OPEC wegen der rückläufiger Förderung aufgeben.
Die Liste weiterer, ehemals wichtiger Erdöl-Förderländer, die ihren Peak Oil überschritten haben wird immer länger. Norwegen, Großbritannien, Venezuela, Mexiko und Rußland sind in diesem Zusammenhang zu nennen.
Darüberhinaus ist zu vermuten, daß sogar die Fördermengen in vielen Golf-Staaten, allen voran Saudi Arabien abnehmen – allerdings liegen hier nur wenig aussagefähige Daten vor.
Fazit: Der Ölpreis steigt weiter
Da die Kapitalmärkte künftige Ereignisse vorwegnehmen, ist bereits seit etwa 12 Jahren ein starker und kontinuierlicher Anstieg des Ölpreises festzustellen.
Kostete ein Barrel Rohöl im Jahre 1998 noch etwa 20 US-Dollar, so stieg der Preis mittlerweile auf das vierfache – zwischenzeitlich sogar auf 150 US-Dollar!
Über geschlossene Fonds können Investoren direkt in die Förderung von Öl- und Gas investieren und erhalten schnelle Kapitalrückflüsse, da sie direkt vom Verkauf der geförderten Rohstoffe profitieren: